Belphegor

  Deutsche Erstausstrahlung: 1967 ARD 

In der Nacht sieht der Wächter Gautrais ein Phantom in den Sälen des Ägyptischen Altertums des Louvre. Er schiesst auf das Phantom, ohne eine Wirkung zu erzielen. Das Phantom erschien an der Statue des Gottes Belphegor.

Der Wächter wird am nächsten Tag von seinen Vorgesetzten vernommen, welche die Geschichte für unglaubwürdig halten, da Gautrais,  der den Spitznamen Gluck-Gluck hat, als Alkoholiker bekannt ist. Dennoch verstärken in der folgenden Nacht die Wärter die Bewachung des Louvre. Im Laufe der Nacht wird der Oberwärter Sabourel von Gautrais tot aufgefunden.

Der junge Student Andrè Bellegarde lässt sich, angespornt von den Erzählungen eines alten Mannes, den er auf dem Flohmarkt kennengelernt hat, nachts im Louvre einschliessen, um dem Phantom auf die Spur zu kommen. Dabei trifft er ein junges Mädchen, Collette, die Tochter des in dieser Sache ermittelnden Kommissars Mènardier. Wie sich später herausstellt, stirbt der alte Mann vom Flohmarkt zur selben Stunde wie der Oberwärter Sabourel.

Juliette Greco spielte Belphegor

Bellegarde sieht in der Nacht ein Kind an der Statue von Belphegor.  Während dieser Beobachtung wird er vom Phantom überfallen. Die auf der  Lauer liegenden Wärter und Polizisten kommen ihm zur Hilfe, das Phantom verschwindet jedoch, offensichtlich von dem Kind geführt. Andrè  Bellegarde, der durch den Vorfall eine gewisse Bekanntheit erlangt, wird am nächsten Tag von einer mysteriösen Frau, Laurence Borel,  angesprochen und später verführt.

Kommissar Mènardier wird zum grossen und mysteriösen Haus Vèsinet  eingeladen, das von einer alten Frau bewohnt wird, einer ehemaligen Sängerin, Lady Holdwin oder Lady Grammophon. Diese versucht vergeblich,  den Kommissar zu überzeugen, seine Nachforschungen im Fall Belphegor  aufzugeben. Dabei spielt sie auch auf mögliche Bedrohungen seiner Tochter an. Kurz darauf wird bei einem gemeinsamen Kinobesuch von Bellegarde und Collette das junge Mädchen überfallen, ohne sich an den Angreifer erinnern zu können.

Der Kommissar will daraufhin Lady Holdwin anklagen, muss sie aber aufgrund fehlender Indizien und der Intervention der britischen  Botschaft wieder freilassen. Der Kommissar ermittelt erneut nachts im  Louvre. Dabei sieht er ebenfalls das Phantom, mittlerweile auch Belphegor genannt. Bei der Verfolgung wirft das Kind, das das Phantom  begleitet, dem Kommissar ein Netz über und erlaubt so dem Phantom zu fliehen.

Bellegarde wird von einem ehemaligen Liebhaber von Laurence Borel in einem Tennisklub bedroht. Er warnt Bellegarde vor Laurence und spielt auf einen weiteren Mann an, dem Laurence angeblich verfallen sei.  Laurence lädt Andrè zu einem mondänen Abendessen ein, um ihn einer  mysteriösen und reichen Persönlichkeit namens Williams vorzustellen.

Colette wird derweil entführt und zum Eiffelturm gebracht, wo man versucht sie hinunter zu werfen, um den Druck auf den  Kommissar zu verstärken. Die Polizei erscheint aber in letzter Sekunde.

Durch Zufall entdeckt der Wärter Gautrais, dass der Boden eines Sarkophags in der Nähe der Belphegor-Statue einen Aufzug besitzt. Zusammen mit Bellegarde steigt er hinab. Unten entdecken sie einen Teil des alten Louvre. Sie sehen, wie Williams Belphegor und das Kind in den Louvre schickt, um über ein Geheimnis zu berichten. Daraufhin sehen sie, wie  das Phantom Belphegor sich an der Statue Belphegor zu schaffen macht und die Statue zum Leuchten bringt. Das Phantom entflieht nach seiner Entdeckung wieder. Bellegarde vermutet, dass es sich bei der Statue um  das Metall des Parakleios (im Original: Paracelsus) handelt.

Daraufhin steigt Bellegarde allein in die Untergeschosse hinab,  um weitere Nachforschungen anzustellen. Er verabredet sich mit Gautrais in drei Tagen in einem Café. Da Bellegarde auch nach drei Tagen nicht auftaucht und keine Nachricht hinterlässt, beschließt Gautrais, selbst wieder in den alten Louvre mittels des Aufzugs im Sarkophag zu steigen.  Dabei entdeckt er, dass die Untergeschosse überschwemmt wurden. Kurz  darauf erscheint Bellegarde in dem verabredeten Cafe, lehnt aber weitere Erklärungen ab.

Bellegarde wird durch die Polizei zu seinen Nachforschungen  befragt, gibt aber keine Auskunft. Der Kommissar lässt ihn daraufhin überwachen.

Williams trifft sich mit Lady Holdwin, die versucht, Bellegarde  zu schützen. Man erfährt, dass Lady Holdwin die Mutter von Williams ist, die ihn jedoch aus unbekannten Gründen verleugnet hat, um ihn zu  beschützen. Nach einer Auseinandersetzung erdrosselt Williams Lady Holdwin.

Der Kommissar fährt in die Provinz zu den Eltern von Laurence, um sie zu verhören. Man erfährt ausserdem, dass Laurence eine Zwillingsschwester hatte, die aber verstorben ist. Er hat den Verdacht, dass Laurence der  Schlüssel zum Geheimnis des Phantoms ist. Der Vater sammelt Schriften über den Okkultismus. Er übergibt dem Kommissar ein altes Schriftstück über die Rosenkreuzer. Es handelt von der Entdeckung des Metalls des Parakleios. Auf dem Rückweg nach Paris entgeht er bei einem Verkehrsunfall nur knapp dem  Tod.

Bellegarde wird nach einem Selbstmordversuch vor dem Tod durch Ertrinken in der Seine gerettet. Laurence erklärt ihm, dass Williams das Geheimnis der Rosenkreuzer gelöst hat, und versucht sich dessen zu  bemächtigen.

Im Hause von Laurence begegnet Bellegarde auch der vermeintlich  toten Zwillingsschwester von Laurence. Diese gesteht, sie sei bei einer  Explosion mit dem Leben davongekommen, habe sich aber für tot erklären  lassen. In der Nacht sehen Bellegarde und Laurence das Kind, das  Belphegor immer begleitet. Tatsächlich wird Laurence kurz darauf von  Belphegor angegriffen. Bellegarde nimmt die Verfolgung auf, wird aber von Helfern in die Irre geführt und schliesslich überwältigt. Er wacht auf einem Rangierbahnhof auf, wo er an den Puffer eines Eisenbahnwaggons gefesselt ist. Nur  durch Glück entgeht er dem Schicksal, durch rangierende Waggons zu Tode gequetscht zu werden. Zwischenzeitlich wird Laurence verhaftet, da man die Verkleidung von Belphegor bei ihr gefunden hat. Sie kann sich an den Angriff des Phantoms auch nicht mehr erinnern. Bellegarde nimmt seine Nachforschungen wieder auf.

Williams bekräftigt seine Liebe zu Laurence. Diese will aber unbedingt Belphegor sehen und droht damit, andernfalls zu verschwinden. Ausserdem erklärt sie, dass Bellegarde ihr die wahre Liebe gezeigt habe. Daraufhin erscheint Belphegor auch bei ihr. Als sie das Phantom  demaskiert, steht ihre Schwester vor ihr. Diese sagt, dass Williams sie angewiesen habe, sie zu erschrecken. Bellegarde entdeckt das Versteck  von Williams, dieser kann aber entkommen. Der Kommissar erhält ein Telegramm, mit der Bitte, zum Louvre zu kommen. Auch der Wärter Gautrais und Bellegarde haben ein Telegramm desselben Inhalts erhalten. Dort treffen sie auf Belphegor. Es wird auf das Phantom geschossen, in dem erneut die Zwillingsschwester von Laurence steckt.

Währenddessen versucht Williams sich mit Laurence abzusetzen. Er eröffnet ihr, dass sie Belphegor sei und den Wärter Sabourel getötet habe. Daraufhin steigt sie auf die Stahlkonstruktion einer Fabrik. Die Polizei trifft ein. Williams versucht sie zum Selbstmord zu überreden,  während Bellegarde versucht, sie zum Herabsteigen zu bewegen. Schliesslich springt sie in die Tiefe.

Zum Schluss erben Bellegarde und Colette die Grammophone von Lady Holdwin. Diese geben sie jedoch einem Trödler, um keine Beziehung zu dem Fall mehr zu haben.